Chronik & Dokumente
Rückblicke und deren Bewertung, Dokumentation,
Mehr als ein Vierteljahrhundert Engagement für die Sicherheit am Niederrhein
Was mit kritischen Fragen zum Hochwasserschutz begann, entwickelte sich seit 1996 zu einem beharrlichen bürgerschaftlichen Engagement für die Sicherheit und Zukunft unseres Lebensraumes. Hochwasser, Bergbaufolgen, Geländesenkungen und die Grenzen technischer Schutzsysteme führten immer wieder zu Gesprächen mit Bürgern, Fachleuten, Behörden und politischen Entscheidungsträgern. Die Chronik dokumentiert, wie aus ersten Fragen Erkenntnisse, aus Erkenntnissen Forderungen und daraus konkrete Vorschläge zur Schadensvorsorge entstanden sind.
Ab 2020 veränderten sich jedoch die gesellschaftlichen und medialen Rahmenbedingungen erheblich. Corona-Pandemie, Kriege und internationale Krisen, wirtschaftliche Probleme und nicht zuletzt die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 bestimmten zunehmend die öffentliche Wahrnehmung. Regionale Fragen zur langfristigen Zuverlässigkeit technischer Schutzsysteme, zu Bergbaufolgen und zur dauerhaften Sicherheit gefährdeter Lebensräume fanden dadurch nach unserer Wahrnehmung deutlich weniger Aufmerksamkeit. Gerade diese Entwicklung bestärkte uns darin, die über Jahrzehnte gewonnenen Erkenntnisse und offenen Fragen weiterhin zu dokumentieren.
Die folgende Chronik-HWS ist deshalb weit mehr als eine Sammlung von Terminen. Sie ist ein Stück Zeitgeschichte bürgerschaftlichen Engagements – und zeigt zugleich, wie lange bekannte Risiken bestehen können, ohne dass daraus zwangsläufig dauerhafte Lösungen entstehen.
Wer verstehen möchte, warum wir bis heute nicht aufgehört haben nachzufragen, findet in dieser Chronik die Hintergründe.
Gründungsakt des Arbeitskreis der Rheinanlieger
Xanten-Birten am 10.05.2000 Pressebericht RP 12.5.2000
Teilnehmer aus den Niederrheingebieten:
Duisburg/Walsum, Moers, Rheinberg, Dinslaken, Wesel/Büderich, Xanten/Birten, Rees/Emmerich/Elten, Kalkar, Kleve
Übersicht zur Tätigkeit der Bürgerinitiativen am Niederrhein seit den 1990er Jahren. Chronik im Blickwinkel des SVN, HSV-N e.V. und des HWS (HochWasser- und InfrastrukturSchutz-Initiative am Niederrhein)
seit 1996 -2022 > Chronik-HWS
WAS ist bis 2026 davon geblieben?
Bedrohungen:
– Nicht-Zuständigkeiten
– Aktiver Bergbau, Bergbaufolgen
– Ehrenamtliche Deichverbände, NICHT-Einhaltbare DSchVO
– Risiko Hochwasser/Starkregen
– Abflussloses Poldergebiet, Retensionsgebiet
Bürgerinteressen:
– Vorsorgeregeln unverbindlich
– Desinteresse für Risiken
– Mutlose Bürgerinteressen
Bezug auf historische Aktivitäten:
Dissertation von 1920 von Dr. W. Warsch: Diss-1920
„Antwerpen, Rotterdam und ein Rhein-Maas-Schelde-Kanal.“
Dissertation von 2017 Dr. Lina Schröder:
„Der Rhein-(Maas-)Schelde-Kanal als geplante Infrastrukturzelle von 1946 bis 1986“ Diss-Einleitung
Aus der Geschichte lernen: (Planung: Wasserweg zwischen Rhein-Maas-Schelde)
1. Periode: 1626 bis 1838 Philipp IV, Napoleon Bonaparte
2. Periode: 1839 bis 1939 Mehrstaatliche Kooperation
3. Periode: 1939 bis 1963 1. Paradigmenwechsel, Albert Kanal
4. Periode: 1964 bis 1985 2. Paradigmenwechsel, Niederrheinische Initiative
Unser Plan: 5. Periode einleiten (Chronik): (bisherige Aktivitäten)
19.04.2016 Wissenschaftlicher Vortrag von Historikerin Frau Dr. Lina Schröder, Uni DUE, im Rahmen ihrer Dissertation über das „Projekt Teilstromkanal Niederrhein-Maas-Schelde?„
Schroeder-Vortrag Uni
28.04.2016 HWS-Antrag auf „Schiffbare Anbindung des Niederrheins an das Belgische Kanalnetz“
BVWP-2030-Antrag HWS
Selbstkritik: Adressat war das BMVI (!). Es existiert kein Ministerium für integrierte, vernetzte Projekte und kein Lehrstuhl für Infrastrukturgeschichte in Deutschland.
21.09.2016 UNI DUE: Kooperationsmöglichkeiten im Verkehrsbereich. Informationsgespräch
UniDUE-WiGeo 21.9.16
26.07.2017 Nichtzulassung des HWS-Antrags durch das BMVI.
Keine Weiterleitung an eine höhere Instanz.
Antwort BVWP 26.7.17
25.10.2017 Antort MP Armin Laschet: „Für Kanalplanung etc. nicht zuständig.“
Fazit:
Für MP Laschet sind infrastrukturelle NRW-Themen nicht relevant.
Stk-NRW 27.10.17
28.10.2016 HWS-Petition. Prüfung auf „Notwendigkeit und Machbarkeit eines Wasserweges nach Belgien“
Petition_68214
04.07.2017 Nachtrag zur HWS-Petition: Historischer Bezug, integriertes Projekt.
Nachtrag Petition 2016-n
26.06.2018 HWS-Dialog-Angebot: Infrastrukturschutz für Bergbaugebiete, Krisenprävention. Keine Resonanz!
Dialog mit HWS-a
02.07.2018 Petitionsausschuss Deutscher Bundestag:
„HWS-Anliegen wird nicht entsprochen.“
HWS: Antrag wird nicht als „Integriertes Projekt“ gesehen!
Pet-Antwort 07-2018-mKom
20.10.2018 HWS-Widerspruch zur Argumentation des Petitionsausschusses vom 02.07.2018. Ergebnis: Keine Antwort. Petition-Widerspruch
Okt. 2018 HWS-Abfrage nach Durchführungsmöglichkeit einer Machbarkeitsstudie durch Universitäten, Institute etc.
Ergebnis: Ein „Integriertes Projekt“ erfordert diverse Fach-Abteilungen.
An Unterstuetzer
Okt.-Dez. 2018 HWS, Werbung zur Projektunterstützung an: MdB´s, MdL`s, MdEP´s, Konzerne, Wirtschafts-verbände, IHK´s etc.
Ergebnis: „… sehen Vorteile für Ökonomie/Ökologie, insbes. für die Nach-Braunkohle-Epoche und Sicherheit der NR-Metropole und Bergbaufolgenbewältigung …“
An Unterstuetzer , An Nutzer
06.04.2019 Resümee aus der Werbung für eine Machbarkeitsstudie
Ergebnisse Anfragen
14.04.2019 HWS an MP Laschet: „Chance für ein integriertes Projekt“
Antwort: Kein Hinweis auf eine Prüfung des vorgetragenen Projektes!
Antwort MP 12-4-19, Integriertes Projekt-NRW
28.04.2020 HWS-Rundbrief 3 „Extremabflüsse dürfen den Niederrhein nicht erreichen“ Risikostudien und schadensverhindernde Richtlinien ohne politische Nachwirkung.
HWS-Aufruf 2020
EUROPA verstehen!
Keine Chance für China!
Vortrag Lina Schröder
Uni DUE am 19.04.2016
RWTH-Aachen Studie von 2004
17.11.2010-Bonn Alter Bundestag:
EHQ vernichtet Niederrheinmetropole
Vision: Rhein-Maas-Schelde-Kanal