Aktivitäten im Uhrenstudio
Präsentation meiner handwerklichen Arbeiten. Informationen im DGC-Fachkreis.
Mein Lieblings-Thema: Für antike Uhrwerke wieder ein „Zuhause“ bauen.
Journal für Freunde klassischer Zeitmesser – „Klassik Uhren 5/2000: Klassikuhrenbericht-Herstellung einer hochwertigen Standuhr“ von H.-Peter Feldmann, Xanten Klassikuhrenbericht
DGC-Bericht Nr.173 DGC-Beitrag Carillon 2023
Anfertigung Glockenspielwerk/Carillon, Stiftewalze für 4 Musikstücke: 1.Old Hundredth Psalm (F-Dur), 2. The Harmonions Blacksmith (F-Dur), 3. Menuett (de Gruytter´s, beldien) (F-Dur), 4. Gigne (Corelli), (F-Dur) (Arbeitsplan) StU2 Melodien
Ein Zufallsfund in Donaueschingen. Ein massives Uhrwerk das für ein Glockenspielwerk vorgerichtet ist fand ich für 100 DM beim Trödler. Das war der Start für ein Uhrenbauprojekt, für das ich – zur Realisierung- über 5 Jahre brauchte.
Arbeitsplan
zur Bestiftung der Walze: MUSIK_1
Emaillierte Mondscheibe
Bis auf den Ziffernring und die Glocken sind alle Teile in Einzelfertigung persönlich hergestellt. Uhrmacher haben mir über die Schulter geschaut.
Seiltrommeln mit Seilumlenkscheiben
Arbeitsplatz zum bohren der Kegelstiftlöcher anhand eines Arbeitsplanes je Musikstück, und Tonfolge. Insgesamt für 4 Musikstücke auf der verschiebbaren Stiftewalze. Meisterhafte Arbeit einer längst vergessenen Technik.
Exklusive Auswahl von Uhrenkreationen in denen ich hochwertige restaurierte antike Uhrwerke in unikate Gehäuse verbaut habe.
Handwerk eines Uhrenfreundes
Gehäuse für ein antikes Uhrwerk planen Gehäuseteile anfertigen Gehäuseteile zusammenfügen und fertigstellen
Uhrenscheibe in Mosaiktechnik RP-PM 1.4.06 Mosaik (Unikat, Eigenbau)
Folgen des Salzbergbaus: Mein Kunstwerk hat bis 2024 gehalten!
Historische Uhrwerke – neue Gehäuse – einzigartige Uhren
An alten, restaurierungsbedürftigen Uhrwerken konnte ich oft nicht vorbeigehen. Was für andere vielleicht nur noch ein unvollständiges oder nicht mehr verwendbares Werk war, besaß für mich weiterhin einen hohen technischen, handwerklichen und kulturgeschichtlichen Wert. Die Frage lautete deshalb immer wieder: Woher stammt dieses Werk, aus welcher Zeit kommt es und wie lässt sich seine ursprüngliche Bedeutung wieder sichtbar machen?
Damit begann zunächst die Beschäftigung mit Herkunft, Alter, Konstruktion und historischem Umfeld der Uhrwerke. Ebenso wichtig war jedoch die Frage nach dem passenden Gehäuse. Nicht selten waren ursprüngliche Gehäuse verloren gegangen, stark beschädigt oder aus vergleichsweise einfachem Material gefertigt. Ein wertvolles historisches Uhrwerk sollte nach meiner Vorstellung jedoch auch ein angemessenes handwerkliches Zuhause erhalten.
So entstanden in eigener Arbeit neue Gehäuse, häufig nach historischen Vorbildern, jedoch mit ausgewählten und hochwertigen Materialien wie Eiche, Kirschbaum, Mahagoni oder Birnbaum. Dabei ging es mir nicht um eine bloße Kopie des Alten. Historische Uhrentechnik und individuelle handwerkliche Gestaltung sollten zu einem neuen Ganzen zusammenfinden.
Auf diese Weise wurden aus aufgefundenen, unvollständigen oder restaurierungsbedürftigen Uhrwerken wieder funktionsfähige Unikate: Kamin-, Wand- und Standuhren, bei denen jedes Stück seine eigene Geschichte erzählt. Die folgenden Beispiele zeigen den Weg vom Fundstück über Restaurierung und Ergänzung bis zur fertigen Uhr.
Einige dieser Uhren haben inzwischen neue Besitzer gefunden. Dort erfüllen sie nicht nur ihre ursprüngliche Aufgabe als Zeitmesser, sondern werden als technische Zeitzeugen, handwerkliche Einzelstücke und kulturelle Blickfänge geschätzt.
Alte Uhrwerke ihrer Bestimmung überführen – historische Technik bewahren und ihr eine neue, angemessene Form geben.
