🛡️ SICHERHEIT AM NIEDERRHEIN

Sicherheit & Infrastruktur am Niederrhein

Analysen & Erkenntnisse zum Lebensraum, Bergbau & Vorsorge, Sicherheit, Klimaanpassung & LINEG

Sicherheit beginnt dort, wo Risiken erkannt, Verantwortlichkeiten benannt und

notwendige Vorsorge rechtzeitig getroffen werden.

Regierungen müssen beweisen, dass sie Probleme lösen können.

Reale Lebensraum-Risiken am linken Niederrhein

Die Grafik zeigt die besonderen und sich gegenseitig verstärkenden Risiken für den Lebensraum am linken Niederrhein. Bergbaubedingte Geländesenkungen und Grundwasserveränderungen treffen hier auf die Folgen des Klimawandels wie Starkregen, extreme Rheinabflüsse und einen langfristig steigenden Meeresspiegel. Besonders kritisch sind tief liegende, deichgeschützte Senkungsgebiete, deren dauerhafte Bewohnbarkeit bereits heute von technischen Entwässerungs- und Schutzsystemen abhängig ist.

Die Darstellung macht deutlich:
Hochwasserschutz, Entwässerung, Katastrophenschutz und Klimaanpassung müssen gemeinsam betrachtet werden. Versagen Deiche, Pumpwerke oder andere Schutzsysteme bei Extremereignissen, können in den abgesenkten Gebieten Überflutungen entstehen, aus denen das Wasser nicht mehr natürlich abfließen kann. Deshalb sind vorausschauende Lebensraumsicherung, Schadensverhinderung und eine langfristig funktionsfähige Infrastruktur für die bergbaubetroffenen Regionen des Niederrheins von besonderer Bedeutung.

Bergsenkungen, Grundwasserveränderungen, Hochwasser, Starkregen und Meeresspiegelanstieg:

Am linken Niederrhein überlagern sich natürliche, klimatische und bergbaubedingte Risiken.

Die Grafik verdeutlicht, warum eine dauerhafte Lebensraumsicherung nur durch vorausschauenden Hochwasser-, Entwässerungs- und Katastrophenschutz möglich ist.

Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge; sie hat immer Recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer die des Menschen.„ Goethe

 

Infrastrukturen entstehen durch Bedürfnisse speziell am Niederrhein

Dr. Lina Schröder, Historikerin

Der linksrheinische Niederrhein zwischen Krefeld und Xanten ist durch Hochwasser, Extremwetter und dauerhafte Bergbaufolgen besonderen Risiken ausgesetzt. Bergbaubedingte Bodensenkungen und die notwendige Regulierung des Grundwassers erhöhen die Abhängigkeit von dauerhaft funktionierenden Schutz- und Entwässerungssystemen.

Trotz des hohen Schadenspotenzials und der großen Zahl betroffener Menschen fehlt aus unserer Sicht ein umfassendes Vorsorgekonzept, das Lebensraum, Bevölkerung, Eigentum und kritische Infrastrukturen auch bei Extremereignissen zuverlässig schützt.

Deshalb muss Schadensverhinderung Vorrang erhalten: Neben einem leistungsfähigen Hochwasserschutz sind auch überregionale Lösungen für extreme Rheinabflüsse zu prüfen. Vorsorge bedeutet, vorhersehbare Risiken zu begrenzen, bevor daraus eine Katastrophe entsteht.

INFRASTRUKTUREN entstehen durch BEDÜRFNISSE

Dr. Lina Schröder, Historikerin

 

WAS UNS BETRIFFT

  • Schadensverhinderung ist kein Staatsziel

  • Niederrheingebiete sind vor Extremabflüsse nicht geschützt

  • Bergbaugebiete drohen die Vernässung

  • Verdrängung des Risikobewusstseins von kritischen Infrastrukturen *) und des Klimawandels.

  • Potenzielle Überflutungs-/Feuchtgebiete sind durch Bergbau abgesenkt. Ökonomische-, ökologische- und Lebensraum-Risiken am Niederrhein und Ewigkeitslasten durch Bergbaufolgen.

  • Tabuthema Bergbaufolgen

  • Der Rheinstrom ist ohne einheitliches Management

 Problem-Lösungs-Ansatz

  • Rheinstrom teilen (Gerinneentlastung)

  • Sicherheit für Niederrheinmetropole

  • Umweltschutz -und Infrastrukturentwicklungschancen im Braunkohlerevier und grenzüberschreitend

Dem Zeitgeist verpflichtend:

  • Macher und Verantwortungsträger braucht das Land

  • Bedenkenträger blockieren den Strukturwandel

  • Chancennutzung für die Verwirklichung eines niederrheinischen, grenzüberschreitenden Infrastruktur-konzepts im Rahmen einer EU-Umwelt- und Naturschutzpolitik

  • Jobmotor von über 100.000 neuen Arbeitsplätzen längs des neuen Wasserweges im Grenzgebiet.

  • Ausstieg aus fossilen Energieträgern, Umstieg zur Brennstoffzellen-/Wasserstofftechnologie wg. Klimaschutz.

KRITIS

*)KRITIS: Im Sinne der EU-Richtlinie 2008/114/EG ist eine „kritische Infrastruktur“ eine Anlage, ein

System oder ein Teil davon, die von wesentlicher Bedeutung für die Aufrechterhaltung wichtiger

gesellschaftlicher Funktionen, der Gesundheit, der Sicherheit und des wirtschaftlichen oder sozialen

Wohlergehens der Bevölkerung ist und deren Störung oder Zerstörung erhebliche Auswirkungen hätte,

da ihre Funktionen nicht aufrechterhalten werden könnten.

07.11.2018

      Beispiele, wie sich der Untertage Bergbau an der Oberfläche zeigt, wieviel Betroffene in den Kommunen sind, und was die Studie von 2004 zu den Schadenspotenziale durch extremen Hochwasserabfluss ausführt.